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Bolanger
Anmeldedatum: 10.04.2017 Beiträge: 470
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Verfasst am: 28.04.2019, 08:11 Titel: Re: freiwillige Beiträge in Rentenkonto |
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Der Unterschied ist marginal.
Wenn Du dieses Jahr 3000 Eur einzahlst, bekommst wahrscheinlich mehr Rentenpunkte als wenn Du dieses Jahr und die 2 Folgejahre je 1000 Eur einzahlst, da wahrscheinlich das Durchschnittsgehalt der Bevölkerung steigt und man für einen Rentenpunkt eben so viel einzahlen muss, wie es ein Durchschnittsverdiener macht.
Auf der anderen Seite hast Du aufgrund der Steuer* beim Splitten etwas bessere Steuererstattungen und kannst das Geld noch 1 bzw. 2 Jahre selbst anlegen.
All das zusammen macht sich aber nur wenig bemerkbar. |
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Twintos
Anmeldedatum: 06.03.2017 Beiträge: 900
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Verfasst am: 30.04.2019, 15:09 Titel: Re: freiwillige Beiträge in Rentenkonto |
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Bolanger hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
als ich mich mit dem Thema Rente beschäftigt habe, bin ich auch auf einen Rentenberater gestoßen, den ich explizit zu dieser Sache gefragt habe.
Seinen Rat habe ich dann auch befolgt.
Er hat mich gefragt, ob meine finanzielle Situation es hergibt, dass ich privat ausreichend vorsorgen kann, unabhängig von der Anlageform, oder ob ich davon ausgehe, dass mir das Ansparen eines ausreichenden Betrages nicht gelingt.
Ich gehe von ersterem aus und daraufhin hat mir der Rentenberater das freiwillige Einzahlen mit einer einfachen Begründung nahegelegt.
Die Höhe der Rente ist politisch gewollt und hängt nur bedingt mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusammen. Alle anderen Anlageformen hingegen hängen wesentlich stärker von der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Rein aus Gründen der Diversifikation kann man sich wohl nicht breiter aufstellen, als die gesetzliche Rente zusätzlich zu einer ausreichenden privaten Altersvorsorge zu stärken.
Wenn man mal ehrlich ist, dann ist dieser Rat für viele eigentlich hinfällig. Freiwillig einzahlen kann man nur bis zum Erreichen des jährlichen Maximalbetrages bzw. in jungen Jahren einmalig als Nachzahlung für Ausbildungszeiten.
Leute, die den jährlichen Maximalbetrag mit dem Gehalt eines Angestelltenverhältnises nicht erreichen dürften es ohnehin schwer haben, bis zur Rente Reichtümer anzuhäufen. Die sind dann eigentlich ganz gut mit der privaten Vorsorge bedient bzw. brauchen dazu schon recht hohe Sparquoten. Da bleibt dann nicht mehr viel Luft zur Diversifizierung.
Und diejenigen, die über den Bemessungsgrenzen verdienen, bleibt nur die Möglichkeit, einmalig für Ausbildungszeiten einzuzahlen. Ich glaube das sind dann um die 15.000 EUR, die man einmalig einzahlen kann. Dieser Betrag wiederum ist für die Gutverdiener leicht zu verkraften, wird dann aber bzgl. der Alterbezüge auch nicht kriegsentscheidend.
Ich habe aber noch eine weitere Betrachtungsweise zur gesetzlichen Rente. Die Zusatzleistungen wie Invalidenversicherung, Waisenrente etc. wurde ja schon erwähnt.
Ich persönlich plane im Moment, meine gesetzliche Rente möglichst weit aufzustocken. Dazu bleibt mir die einmalige Einzahlung für Ausbildungszeiten bis zum Alter von 45 und (ich glaube) ab dem Alter von 50 Jahren kann man wieder freiwillig einzahlen, um ggf. Rentenabschläge bei früherem Renteneintritt auszugleichen. Diesen früheren Renteneintritt muss man aber nicht durchführen und so erhält man mit dieser freiwilligen Einzahlung dann auch wieder eine höhere Rente als ohne.
Unterm Strich kommt man in so einer Konstellation (maximale freiwillige Einzahlungen und während des Erwerbslebens ebenfalls maximale Einzahlung) auf eine gesetzliche Rente, die meinen Lebensabend in hohem Alter, wenn ich tüddelig bin, bezahlen kann.
Und genau darum geht es. Solange ich meine Finanzen noch selbst verwalten kann, brauche ich keine Rentenversicherung und lebe dann vom Ersparten. Eine Rentenversicherung brauche ich nur für den Lebensabschnitt, in dem ich mich nicht mehr selbst um meine Finanzen kümmern kann. Bis dahin muss alles ersparte Verjubelt oder vererbt sein und ein stetiger Finanzfluss muss völlig ohne mein Zutun kommen. In dem Lebensabschnitt brauche ich dann aber auch nicht mehr viel Geld und daher wüsste ich nicht, warum ich eine private Rentenversicherung mit den entsprechenden Kosten abschließen sollte, wenn die gesetzliche Rente diesen Zahlungsstrom ohne Zusatzkosten leistet.
Grüße,
Bolanger |
Es gibt noch die Möglichkeit statt einer Vollrente (100%) eine Teilrente (bis 99%) zu beziehen.
Das ist seit Januar 2017 möglich.
Sinn der Sache ist das man mit weiteren Beiträgen seine Rente erhöhen kann.
Bin mir aber nicht sicher ob das für freiwillige Beiträge gilt.
Aber wenn jemand pflegt dann kann er weiterhin Beiträge von der PV des Pflegebedürftigen erhalten. |
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