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Mikefamex



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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 08:32    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

Endlich mal ne Diskussion nach meinem Geschmack! Im wirklichen Leben müsste ich wohl auf dem Sofa schlafen und selber kochen!
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Poweramd



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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 08:44    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

Gerade in der Zeitung gelesen, bei vielen Edeka Märkten heißt das Studentenfutter neuerdings "Student_innenfutter".
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scrooge



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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 08:45    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

Bolanger hat Folgendes geschrieben:
es gibt ja noch soo viel zu tun und es ist doch sooo leicht. Die ganzen Genderquoten könnte man einfach per Gesetz einfordern. Gewerbescheine für Hebammen werden nur noch dann vergeben, wenn knapp die Hälfte aller Gewerbescheine in diesem Bereich an Männer vergeben wurden. In die Vorstandsetagen darf so lange kein Mann mehr gewählt werden, bis knapp die Hälfte der Mitglieder (... sorry, müsste es in diesem Zusammenhang wohl Teilnehmer nennen), weiblich sind. Das gilt natürlich auch für alle anderen Abteilungen der Unternehmen.
nicht zu vergessen die Gefängnisbelegung. Man sollte so lange keine Männer zu Haftstrafen verurteilen bis die Hälfte der Insassen Frauen sind.

Zuletzt bearbeitet von scrooge am 20.08.2021, 09:00, insgesamt einmal bearbeitet
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scrooge



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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 09:00    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

Oktaeder hat Folgendes geschrieben:
Nö. Aber ich habe wirklich keine Lust über den Sinn von Parkplätzen zu diskutieren.
warum tust du es denn?

Oktaeder hat Folgendes geschrieben:
Ich werde dich nicht überzeugen, du mich aber auch nicht. Siehe Eingangsstatement, gut ist. Auch sind weder Zeugen Jehovas noch (die meisten) Querdenker rechtsradikal. Nur auch dann nicht zu stoppen, wenn alle Argumente ausgetauscht sind.
habe ich auch nicht behauptet.
Ich habe nur festgestellt, dass Menschen die skeptisch zur Sinnhaftigigkeit/Berechtigung von Frauenparkplätzen stehen von dir potentiell mit Querdenkern und Zeugen Jehovas verglichen werden.
Diskussion besteht auch nicht nur aus den Austausch von Argumenten, sondern dass man sich mit den Argumenten der Gegenseite auseinandersetzt und diese auch argumentativ entkräftet wenn sie einen nicht überzeugen.
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 09:29    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

scrooge hat Folgendes geschrieben:

du hast es auf den Punkt gebracht. Männer streben im Durchschnitt andere Berufskarrieren an als Frauen. Für soziale Dienstleistungen würden sich nicht genug Männer finden um den Bedarf zu decken. Umgekehrt haben weniger Frauen Lust auf Spitzenjobs in der Wirtschaft. Vielleicht reichen Quoten irgendwann nicht mehr und muss tatsächlich Friseurinnen zwangsverpflichten um Managerjobs auszuüben.


Genau. Und dass das alles strukturelle Themen sind, erkennst Du natürlich nicht (oder willst es nicht).
Warum wollen Männer denn nicht in sozialen Berufen arbeiten? Hat das evtl. damit zu tun, dass die Männer in den Managementpositionen beschlossen haben, dass man die nicht anständig bezahlt?
Und dass das Sozialprestige für Männer in so Berufen unterirdisch ist? Und warum ist das so? Weil wie die Berufe nicht brauchen?
Wir tun immer so, als würden "wichtig" Berufe gut bezahlt und "unwichtige" nicht, das ist aber großer Quark, es würden genau 0 Probleme entstehen, wenn morgen alle Unternehmensberater gleichzeitig streiken, bei Pflegeberufen haben wir dann Tote.

Nein, es sind die Dinge, die gemeinhin Frauen tun, die einen schlechteren gesellschaftlichen Status haben und schlechter bezahlt werden.

Und dass Frauen weniger Spitzenjobs in der Wirtschaft anstreben, glaubst Du ja wohl selber nicht. Hast Du mal in ner großen Firma gearbeitet und gesehen, wie das da früher lief?
Wir haben die Jobs ja auch munter so konstruiert, dass sie mit dem, was gemeinhin von der Gesellschaft von Frauen erwartet wird - insbesondere der Mutterrolle - halt nicht kompatibel sind. Wie bequem.

Und wenn ich "Gesellschaft" schreibe, dann meine ich Gesellschaft, nicht nur Männer, es gibt natürlich haufenweise Frauen, die auch so denken. Macht es für die, die das nicht tun aber halt nicht einfacher.

So als Mann hat man es da einfach: Mann hat die Wahl, wie man sich entscheiden will. Frauen haben die nicht oder es dann eben sehr viel schwerer.
Und weil das alles so am Denken vieler hängt, ist halt auch sowas vermeintlich unabhängiges wie Sprache wichtig.

Aber einfach zu sagen "alles Unfug, die Welt ist prima, wie sie ist, die sollen sich alle nicht so haben" ist als Mann natürlich schön bequem. Ist immer am bequemsten, wenn man von irgendwas nicht betroffen ist.

Aber umgekehrt scheint ja doch was dran zu sein. Denn ist nicht gerade die eiferische Aufregung um das Gendern der beste Beweis dafür, wie wichtig das Thea Sprache offenbar ist?
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Oktaeder
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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 09:30    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2019-01/frauenparkplaetze-beschilderung-eichstaett-einigung-diskriminierung-sicherheit-frauen-maenner
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Stand 9/2023

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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 10:41    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Hat das evtl. damit zu tun, dass die Männer in den Managementpositionen beschlossen haben, dass man die nicht anständig bezahlt?


Noch leben wir in Deutschland in einer Marktwirtschaft und da werden Löhne nicht einfach beschlossen sondern ergeben sich durch Angebot und Nachfrage.

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Wir tun immer so, als würden "wichtig" Berufe gut bezahlt und "unwichtige" nicht, das ist aber großer Quark, es würden genau 0 Probleme entstehen, wenn morgen alle Unternehmensberater gleichzeitig streiken, bei Pflegeberufen haben wir dann Tote.


Der Vergleich hinkt aber gewaltig, es gibt jede Menge Berufe die kurzfristig entbehrlich aber langfristig systemrelevant sind. Pharmaforscher können auch monatelang gleichzeitig streiken ohne dass gleich alles zusammenbricht aber langfristig kostet das trotzdem Leben... Und Unternehmensberater erfüllen auch ihre Funktion (indem sie die Effizienz von Unternehmen steigern), auch wenn sie nicht so offensichtlich ist wie die von nem Dachdecker...

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Wir haben die Jobs ja auch munter so konstruiert, dass sie mit dem, was gemeinhin von der Gesellschaft von Frauen erwartet wird - insbesondere der Mutterrolle - halt nicht kompatibel sind. Wie bequem.


Niemand hat die Jobs absichtlich so konstruiert, es ist einfach die effizienteste/billigste Art einfach keine Rücksicht zu nehmen. Das ist gesellschaftlich natürlich dumm und ungerecht, war es schon immer, komischerweise regte sich dagegen vergleichsweise wenig und spät Widerstand. Waren Nebenkriegsschauplätze wie Sprachregelungen etc. vielleicht doch eine zu große Ablenkung?
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 10:55    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

Zedandi hat Folgendes geschrieben:

Noch leben wir in Deutschland in einer Marktwirtschaft und da werden Löhne nicht einfach beschlossen sondern ergeben sich durch Angebot und Nachfrage.

Dream on.

Zitat:

Der Vergleich hinkt aber gewaltig, es gibt jede Menge Berufe die kurzfristig entbehrlich aber langfristig systemrelevant sind.
...
Und Unternehmensberater erfüllen auch ihre Funktion (indem sie die Effizienz von Unternehmen steigern)

Unternehmensberater sind auch langfristig nicht systemrelevant. Die können bis zum Ende des Universums streiken und der einzige Effekt wäre, dass irgendein Manager für seine Entscheidung selber gerade stehen muss.
Und viel Geld spart.
Effizienz steigern die nicht, die verbrennen nur Geld. Hast Du mal mit welchen gearbeitet?
Der einzige sinnvolle Einsatz ist der, für Themen, die viel Arbeit machen kurzfristig viel Kapazität bekommen zu können, die man aber selber nicht auf die Payroll nehmen muss, weil man die Leute sonst nicht mehr los wird. Kündigungsschutz und so.
Die verdienen so viel, weil andere Leute, die auch sehr viel verdienen das Geld wieder anderer Leute (Aktionäre) ausgeben, um selber keine Entscheidungen treffen zu müssen.
Mit Markt hat das alles nichts zu tun.

Zitat:

Niemand hat die Jobs absichtlich so konstruiert, es ist einfach die effizienteste/billigste Art einfach keine Rücksicht zu nehmen.

Und damit haben wir sie dann so konstruiert. Ich habe ja nicht geschrieben, dass wir das absichtlich so gemacht haben. Aber es ist das Resultat von der Bequemlichkeit und Rücksichtslosigkeit.

Zitat:
Das ist gesellschaftlich natürlich dumm und ungerecht, war es schon immer, komischerweise regte sich dagegen vergleichsweise wenig und spät Widerstand.

Du musst auf einem anderen Planeten leben als ich. Auf meinem regt sich da seit 40 Jahren sehr viel Widerstand. Wird halt von Männern genauso konsequent bekämpft. Wie bei der Sprache auch.
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Mikefamex



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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 11:03    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

Ich sehe im beruflichen Umfeld keine Unterschiede. Immer mehr Frauen arbeiten in Entscheidungsfunktionen und machen ihren Job sehr gut. Der Anteil an Idioten am Arbeitsplatz liegt nach meinen Erfahrungen bei 50/50. Und privat ist auch alles geregelt: Ich darf nicht in die Küche und meine Freundin hat Garagenverbot. Ich hab also den Fahrzeugpark am Hals, sämtliche Reparaturen, den Garten und den Pool und sie nur das bisschen Haushalt.
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Reztek



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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 16:41    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Zedandi hat Folgendes geschrieben:

Noch leben wir in Deutschland in einer Marktwirtschaft und da werden Löhne nicht einfach beschlossen sondern ergeben sich durch Angebot und Nachfrage.

Dream on.


Reality bites, eh? Aber starkes Argument. Die ganzen Lieferdienstknechte die am Existenzminimum herumkrebsen sind ja auch alle super bezahlt. Da liegt es total fern anzunehmen, das so geile Jobs, von vielen gemacht werden könnten. Warum Ärzte und Ärztinnen dann noch so Ausreißer im Gesundheitswesen sind, bleibt aber noch nebulös. [Mal am Rande: das Gesundheitswesen hätte nie privatisiert werden dürfen.]

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Wir haben die Jobs ja auch munter so konstruiert, dass sie mit dem, was gemeinhin von der Gesellschaft von Frauen erwartet wird - insbesondere der Mutterrolle - halt nicht kompatibel sind. Wie bequem.


Alle Jobs sind halt auch genauso wenig mit der Vaterrolle kompatibel?

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Wird halt von Männern genauso konsequent bekämpft.


Die einzigen die hier was "bekämpfen" sind Leute wie du, die nur mit der halben Wahrheit bzw. nur eine Seite der Geschichte betrachten. Das passende Gegenstück dazu sind dann die Querdenker/Aluhutspinner. Aber zum Glück findet euer "Krieg" primär nur auf Twitter statt.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 20.08.2021, 17:36    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Zedandi hat Folgendes geschrieben:

Noch leben wir in Deutschland in einer Marktwirtschaft und da werden Löhne nicht einfach beschlossen sondern ergeben sich durch Angebot und Nachfrage.

Dream on.


Gut, ich würde noch hinzufügen wollen, dass die Löhne in erster Näherung durch Angebot & Nachfrage zustande kommen. Verzerrungen wie Tarifverträge, Mindestlöhne & untere Grenzen (wie bspw. Sozialleistungen) spielen auch eine Rolle. Und wie immer sind Preise/Löhne auch "sticky" aber dennoch lassen sich damit keine wirklich großen Unterschiede erklären.
Genauso wie der angebliche Gender-Pay-Gap, der sich ja beliebig zusammenschrumpfen lässt je mehr Variablen man einbezieht... ansonsten wäre es ja ein Geschäftsmodell für eine Firma mit hohen Personalkosten nur Frauen einzustellen, wenn für gleiche Arbeit/Produktivität wirklich deutlich weniger gezahlt werden müsste. Ich denke da an was FuE- oder Software-lastiges wo Gehaltskosten quasi gleich Betriebskosten sind. Solche Firmen gibt es aber nicht bzw. falls es sie gibt sind sie nicht sonderlich erfolgreich sonst würden sie Google & co. ja vom Platz fegen...

Zitat:
Unternehmensberater sind auch langfristig nicht systemrelevant. Die können bis zum Ende des Universums streiken und der einzige Effekt wäre, dass irgendein Manager für seine Entscheidung selber gerade stehen muss.


Das ist doch u.a. genau deren Job, sie sollen als Außenseiter die unbequemen aber oftmals notwendigen Entscheidungen treffen/anstoßen, die ein Manager nur mit persönlichem Gesichtsverlust treffen könnte (und deshalb gerne sein lässt bzw. hinauszögert).

Zitat:
Und viel Geld spart.
Effizienz steigern die nicht, die verbrennen nur Geld.


Wenn dem so wäre würden Familienunternehmen sie wohl nicht einsetzen (siehe weiter unten dein Aktionärsargument), denn die Eigner selbst verbrennen nur ungern sinnlos Geld.

Zitat:
Die verdienen so viel, weil andere Leute, die auch sehr viel verdienen das Geld wieder anderer Leute (Aktionäre) ausgeben, um selber keine Entscheidungen treffen zu müssen.
Mit Markt hat das alles nichts zu tun.


Im Prinzip gebe ich dir aber auch Recht damit, dass Unternehmensberater wohl auch öfters mal unnötig in Anspruch genommen werden, gerade dann wenn es sich um ein Principal-Agent-Problem handelt (Aktionäre).

Zitat:
Und damit haben wir sie dann so konstruiert. Ich habe ja nicht geschrieben, dass wir das absichtlich so gemacht haben. Aber es ist das Resultat von der Bequemlichkeit und Rücksichtslosigkeit.


Ich werde halt einfach das Gefühl nicht los, dass du mit der Marktwirtschaft auf Kriegsfuß stehst. Wärst nicht der einzige Berliner.

Zitat:
Du musst auf einem anderen Planeten leben als ich. Auf meinem regt sich da seit 40 Jahren sehr viel Widerstand.


Definitionssache. Im Prinzip gab es gesetzliche Änderungen da wirklich erst innerhalb der letzten 10 Jahre: Reform Elterngeld bzw. Rückkehrrecht aus Teilzeit.
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 21.08.2021, 01:42    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

Zedandi hat Folgendes geschrieben:

Ich werde halt einfach das Gefühl nicht los, dass du mit der Marktwirtschaft auf Kriegsfuß stehst. Wärst nicht der einzige Berliner.

Nicht im geringsten.
Aber zur Marktwirtschaft gehört Entscheidungsfreiheit und Transparenz. An sehr vielen Stellen haben wir stattdessen Klüngelwirtschaft und gegenseitige Vorteilsnahme, gestützt durch Regelungen, die die Verhandlungspositionen einseitig schwächen.

Gerade in den Sozialberufen gibt es zum Beispiel ein weitgehendes staatliches Nachfragemonopol, kein Wunder, dass sich da nichts tut, das würde ja sie armen Sozialkassen ganz böse belasten, wenn man zB Pflegekräfte anständig bezahlen müsste, statt sie billig noch in den letzten Winkeln Osteuropas zu suchen und dabei dann großzügig selbst noch die Hühneraugen beim Verbiegen der Beschäftigungsregeln (und Gesetze) zuzudrücken. Da ist nicht viel Marktwirtschaft.
Gut, so gaaanz langsam tut sich da was, weil inzwischen der Markt wirklich leer gekauft ist und langsam die Verhandlungsposition anders wird. Aber ob sich das auch in Sozialprestige auswirkt, bleibt abzuwarten.

Und gerade in deutschen Großunternehmen hast Du beim Thema Personalentwicklung und Förderung alles mögliche, aber keinen Markt. Da spielen tausend Interessen herein, bevor Angebot und Nachfrage zum Zug kommen. Das sind alles auch Qualitäten, man wird sie zum Teil auch brauchen, aber es ist genauso auch eben strukturell sehr verfestigt. Und es hat sich vor allem durch Druck von außen in den letzten Jahren etwas angefangen zu ändern. Weil die Unternehmen jetzt Schiss haben, dass irgendwann tatsächlich mal verbindliche Frauenquoten kommen und sie dann ohne qualifizierte Kandidatinnen dastehen, deshalb werden jetzt auch Karrieren von Frauen gefördert.

Zitat:

Definitionssache. Im Prinzip gab es gesetzliche Änderungen da wirklich erst innerhalb der letzten 10 Jahre: Reform Elterngeld bzw. Rückkehrrecht aus Teilzeit.

Widerstand ist also, was die Regierung tut? Du musst wirklich auf einem anderen Planeten leben.


Zuletzt bearbeitet von nobodyofconsequence am 21.08.2021, 01:53, insgesamt einmal bearbeitet
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nobodyofconsequence
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BeitragVerfasst am: 21.08.2021, 01:45    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

Reztek hat Folgendes geschrieben:

Alle Jobs sind halt auch genauso wenig mit der Vaterrolle kompatibel?


Hast Du schonmal erlebt, dass ein männlicher Kandidat für einen Job oder ein Amt gefragt wird, wie er denn gedenkt, Job und Familie zu vereinbaren?

Hast Du schon erlebt, dass eine Frau (so sie nicht gerade kinderlos ist) das NICHT gefragt wird?
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scrooge



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BeitragVerfasst am: 21.08.2021, 10:44    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
scrooge hat Folgendes geschrieben:

du hast es auf den Punkt gebracht. Männer streben im Durchschnitt andere Berufskarrieren an als Frauen. Für soziale Dienstleistungen würden sich nicht genug Männer finden um den Bedarf zu decken. Umgekehrt haben weniger Frauen Lust auf Spitzenjobs in der Wirtschaft. Vielleicht reichen Quoten irgendwann nicht mehr und muss tatsächlich Friseurinnen zwangsverpflichten um Managerjobs auszuüben.


Genau. Und dass das alles strukturelle Themen sind, erkennst Du natürlich nicht (oder willst es nicht).
Warum wollen Männer denn nicht in sozialen Berufen arbeiten? Hat das evtl. damit zu tun, dass die Männer in den Managementpositionen beschlossen haben, dass man die nicht anständig bezahlt?
Und dass das Sozialprestige für Männer in so Berufen unterirdisch ist? Und warum ist das so? Weil wie die Berufe nicht brauchen?
'strukturell' - das Buzzword dieser Zeit (aber das nur am Rande).
Es sind nicht 'nur' strukturelle Themen. So einfach ist das nicht. Da steckt immer noch die 70er-Jahre Gesellschaftskritik hinter - Alle sind gleich, es ist nur die Gesellschaft die die Unterschiede hervorbringt. Oder heute: Geschlecht ist nur ein soziales Konstrukt.
Die Frage die sich mir stellt: was haben Frauen in sozialen Berufen (die auch nicht alle unterirdisch bezaht werden) davon wenn man Quoten für Führungspositionen einführt. Hier werden grade Personen gefördert die tendentiell schon zu einer Elite gehören. Also man gibt diesen Frauen die aufgrund Ihrer Ausbildung und ihres Hintergrundes schon gute Chancen in der Gesellschaft haben nochmal einen Booster mit auf den Weg die Ihre ohnehin schon guten Karrierechancen nochmal fördert. Da freuen sich die Erzieherinnen bestimmt.
nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Wir tun immer so, als würden "wichtig" Berufe gut bezahlt und "unwichtige" nicht, das ist aber großer Quark, es würden genau 0 Probleme entstehen, wenn morgen alle Unternehmensberater gleichzeitig streiken, bei Pflegeberufen haben wir dann Tote.
wer tut so? Ein wesentliches Kriterium ist immer noch Angebot/Nachfrage.

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Und dass Frauen weniger Spitzenjobs in der Wirtschaft anstreben, glaubst Du ja wohl selber nicht.
doch, das glaube ich.

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Hast Du mal in ner großen Firma gearbeitet und gesehen, wie das da früher lief?
Wir haben die Jobs ja auch munter so konstruiert, dass sie mit dem, was gemeinhin von der Gesellschaft von Frauen erwartet wird - insbesondere der Mutterrolle - halt nicht kompatibel sind. Wie bequem.
das hat schon was von Verschwörungstheorie. Die mächtigen Eliten konstruieren sich die Welt so, damit die Frauen kleingehalten werden

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Und weil das alles so am Denken vieler hängt, ist halt auch sowas vermeintlich unabhängiges wie Sprache wichtig.
eine starke Behauptung ist besser als ein schwacher Beweis. Im englischsprachigen Raum gibt es bis auf wenige Ausnahmen nur eine Bezeichung für die meisten Berufe die ist weder weiblich oder männlich (nurse, teacher, Prime Minister). Gibt es da mehr weibliche Führungskräfte weniger Frauen in Pflegeberufen. Ist nur eine Frage - ich habe das jetzt nicht recherchiert.

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Aber umgekehrt scheint ja doch was dran zu sein. Denn ist nicht gerade die eiferische Aufregung um das Gendern der beste Beweis dafür, wie wichtig das Thea Sprache offenbar ist?
wenn man sich jemand aufregt, ist das ein Beweis dafür, das er unrecht hat? - das ist quatsch.
Behauptest du auch den Klimawandel gibt es nicht, weil sich viele Menschen mit großen Eifer für das Klima einsetzen.
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Zedandi



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BeitragVerfasst am: 21.08.2021, 10:45    Titel: Re: Spaltung allerorten Antworten mit Zitat

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
Aber zur Marktwirtschaft gehört Entscheidungsfreiheit und Transparenz. An sehr vielen Stellen haben wir stattdessen Klüngelwirtschaft und gegenseitige Vorteilsnahme, gestützt durch Regelungen, die die Verhandlungspositionen einseitig schwächen.


Das würde ich auch zu 100% unterschreiben. Aber dadurch lassen sich viele andere deiner Thesen nicht unbedingt ableiten.

nobodyofconsequence hat Folgendes geschrieben:
das würde ja sie armen Sozialkassen ganz böse belasten, wenn man zB Pflegekräfte anständig bezahlen müsste, statt sie billig noch in den letzten Winkeln Osteuropas zu suchen und dabei dann großzügig selbst noch die Hühneraugen beim Verbiegen der Beschäftigungsregeln (und Gesetze) zuzudrücken.


Auch da gebe ich dir Recht, dass daher das Problem kommt. Durch das deutlich tiefere Lohnniveau in Osteuropa gibt es einfach Druck auf deutsche Löhne. Und dabei sind vor allem Berufe mit geringer Qualifikation betroffen weil da oftmals die Sprachbarriere kein Problem darstellt. Das Trifft aber auch auf Männerberufe wie Bauarbeiter oder LKW-Fahrer zu. Ich sehe das auch kritisch weil der Markt hier letztendlich verzerrt ist, der polnische/rumänische Saisonarbeiter muss nicht die deutschen Lebenshaltungskosten zahlen wenn er die Hälfte des Jahres in der Heimat ist, die ein deutscher Geringverdiener hat. Gleichzeitig müssen die Sozialversicherungen hier für die nicht geringen Folgekosten von Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten aufkommen (die Saisonarbeiter zahlen netto ja nichts ein, bekommen eher noch Geld raus über ALG und Kindergeld). D.h. letztendlich drückt man Löhne und sozialisiert die dabei entstehenden Folgekosten. Das ist einfach die Konsequenz des gemeinsamen Arbeitsmarktes und der Verzerrung durch das geringere Entwicklungsniveau in den ehemals sozialistischen Ländern. Ich hätte daher den Arbeitsmarkt lieber selektiv geöffnet. Vor allem sollte man eher die Arbeit verlagern (bspw. manche Dienstleistungen in Osteuropa erbringen lassen, wie Kuren/Pflege/medizinische Dienstleistungen) indem man die Folgekosten internalisiert als die Arbeiter weil das weniger sozialen Sprengstoff birgt und keine unnötig hohen Nebenkosten (deutsches Preisniveau) erzeugt. Aber in 20 Jahren wird das auch kein Thema mehr sein weil das Lohnniveau dann ungefähr gleich sein wird.

Ich sehe auch nicht wieso das vor allem Frauen betreffen soll, der Pflegemarkt ist ja nur ein Teilaspekt und die meisten osteuropäischen Billigarbeiter hierzulande dürften Männer sein, die in klassischen Männerberufen arbeiten. Auch spielt es für bestimmt 90% der Jobs hierzulande keine Rolle weil sich das Problem sich prinzipbedingt ja auf wenige Branchen konzentriert.

Zitat:
Und gerade in deutschen Großunternehmen hast Du beim Thema Personalentwicklung und Förderung alles mögliche, aber keinen Markt. Da spielen tausend Interessen herein, bevor Angebot und Nachfrage zum Zug kommen.


Jein. Innerhalb der Organisation gibt es vielerlei Interessenskonflikte, die sicher Effizienz kosten aber bei denen ich beim besten Willen nicht sehe wie man die durch Regelungen alle entschärfen soll. Verbessern kann man sicher aber noch viel. Im Prinzip kommt der Markt aber auch dadurch, dass du immer auch die Möglichkeit hast die Firma zu wechseln. Gerade deshalb gibt es ja Leute die darauf schwören, dass man nur durch Wechsel weiterkommt (was auch meine persönliche Erfahrung ist).
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