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nukin

Anmeldedatum: 24.07.2019 Beiträge: 1403
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Verfasst am: 10.09.2022, 12:57 Titel: Re: Ungeahnte Folgen der Energiekrise |
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Weil die Entkoppelung vom Gaspreis alle Energieversorger belasten würde, die bereits im Voraus beschafft haben. Und das machen idR alle großen Energieversorger. Der Beschaffungspreis für Strom würde dadurch wesentlich sinken, allerdings darf man sich dann auch nicht beschweren wenn die Energiekonzerne großzügig in den Umlagentopf greifen. |
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scrooge

Anmeldedatum: 15.05.2009 Beiträge: 2189 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 10.09.2022, 13:48 Titel: Re: Ungeahnte Folgen der Energiekrise |
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sorry, verstehe ich nicht. Liegt wahrscheinlich an der Komplexität der Materie.
Wo kaufen sich die Versorger denn den Strom im voraus?
Wie ich das grade gegoogelt habe läuft das über den Terminhandel.
Da frage ich mich ja erstmal wie die Relationen sind. Wieviel wird täglich/stündlich gehandelt und wieviel wurde schon vorher im Voraus gekauft?
Das heisst ja auch, dass die aktuellen Strompreise gar nicht so hoch sein sollten. An meinem Basistarif sehe ich dass das im Moment auch so ist. Mal sehen wie sich das entwickelt.
Und was passiert denn wenn die Börsenpreise durch Aufhebung der Merit-Order Systematik jetzt unter den Terminpreisen liegen?
nukin hat Folgendes geschrieben: | Weil die Entkoppelung vom Gaspreis alle Energieversorger belasten würde... | kann man denn von einer Koppelung sprechen? Der teuerste Preis bestimmt den Preis für alle. Im Moment ist der Gaspreis der höchste. Aber grundsätzlich ist da doch nichts gekoppelt |
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Oktaeder P2P Legende

Anmeldedatum: 13.07.2010 Beiträge: 10718 Wohnort: Bei Karlsruhe
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Verfasst am: 10.09.2022, 15:21 Titel: Re: Ungeahnte Folgen der Energiekrise |
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Der mit Abstand größte Teil bei den seriöseren Versorgern wird über Jahre im Voraus geordert. Warum das zu Problemen führt sehe ich jetzt nicht. Das ist auch der Grund warum Bestandkunden nur halb soviel zahlen wie Neukunden. _________________ Mein Blog rund um p2p Kredite
Bondora/XIRR ca. 12%/ Investiere per API.
Stand 9/2023
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scrooge

Anmeldedatum: 15.05.2009 Beiträge: 2189 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 10.09.2022, 15:50 Titel: Re: Ungeahnte Folgen der Energiekrise |
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dann warten wir mal auf die Erläuterung von nukin |
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nukin

Anmeldedatum: 24.07.2019 Beiträge: 1403
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Verfasst am: 11.09.2022, 16:48 Titel: Re: Ungeahnte Folgen der Energiekrise |
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Du hast die Koppelung ja schon selbst dargestellt. Der teuerste Preis kommt von den Gaskraftwerken. Nimmt man diese aus dem Modell fallen die Preise entsprechend. Die Versorger die dann vorher zu (noch) aktuell hohen Preisen beschafft haben, haben dann ganz einfach das Problem zu teuer gekauft zu haben und stehen dann unter Preisdruck um die Menge loszuwerden. In der jüngeren Vergangenheit war eine langfristige Beschaffung von großem Vorteil, sollte es so kommen wie besprochen, wird das eben wiederum ein Nachteil für die genannten Versorger.
Ich kenne übrigens keinen großen Versorger der Jahre im Voraus beschafft. Das halte ich ehrlich gesagt für Quatsch. Die mir bekannten großen Versorger beschafften quartalsweise, was schon relativ knapp ist, oder halbjährlich. Der Trend geht hier aber zukünftig auch zu einer wesentlich kürzeren Beschaffung, weil die Dynamik des Marktes in absehbarer Zeit schwer abzuschätzen ist. |
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Oktaeder P2P Legende

Anmeldedatum: 13.07.2010 Beiträge: 10718 Wohnort: Bei Karlsruhe
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Verfasst am: 11.09.2022, 17:51 Titel: Re: Ungeahnte Folgen der Energiekrise |
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Stromfutures werden auf bis zu 6 Jahre abgeschlossen. Und alles was 2 oder mehr Jahre in der Zukunft liegt hat auch jetzt einen sehr viel geringeren Preis.
Hast du Belege für deine Aussagen? Dass du "keine Anbieter kennst" kann ich jetzt nicht so ernst nehmen.
Zitat: | nsbesondere große konventionelle Kraftwerke verkaufen ihren Strom weit im Voraus über sehr langfristige, gehedgte Terminkontrakte. So umgehen sie die schwer einschätzbaren Volatilitäten am Spotmarkt und vermeiden das Risiko, dass sie ihr Kraftwerk aufgrund zu niedriger Preise am Spotmarkt ganz abregeln müssen.
Die konventionellen Kraftwerksbetreiber E.ON oder RWE verkaufen den Großteil ihrer Kraftwerksauslastung bereits Jahre im Voraus zu fest vereinbarten Preisen: Im August 2016 hatte beispielsweise RWE Medienberichten zufolge den Strom aus Braunkohle und Kernenergie für 2017 bereits zu 90 % verkauft. |
Oder
Zitat: | Für das Produkt Phelix-DE konzentrierte sich der Terminhandel im Jahr 2020 vorrangig auf Kontrakte für das
Jahr 2022 als Erfüllungsjahr. Dies betraf rund 61 Prozent der gesamten Handelsmenge bzw. 858 TWh. Den
zweitgrößten Anteil stellte der Handel für das Jahr 2021 mit rund 24 Prozent bzw. insgesamt 346 TWh dar. |
Quelle https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Mediathek/Monitoringberichte/Monitoringbericht_Energie2021.pdf _________________ Mein Blog rund um p2p Kredite
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